Ikone in neuem Glanz

Aus der Asche von Hamburgs Grossen Brand erwuchsen diverse Phönixe - darunter das Eckgebäude im Alsterfoyer am Jungfernstieg und den Grossen Bleichen. Es zählt zu den wenigen imposanten Nachbrandgebäuden in der Innenstadt, dessen Mietflächen heute für Arbeitsflächen und Einzelhandel modernisiert und restrukturiert werden.

Haus am Stieg

Haus am Stieg Fakten

NameHaus am Stieg
ProjektartAsset Management
LageGrosse Bleichen 1, Hamburg
Fläche2.262 m²
NutzungBüro / Einzelhandel
Fertigstellung2019
Verkaufnicht vorgesehen
ArchitekturbüroArt-Invest und LH Architekten, Hamburg

Haus am Stieg Galerie

Haus am Stieg im Detail

Ikone in neuem Glanze

Die bauliche Ikone, entstanden 1842-1844 nach Entwürfen von Peter Hermann Fersenfeldt, bleibt ein raumgreifender Beweis dafür, wie sich die Hanseaten über die Brandkatastrophe hinaus ihren Sinn für Stil und Eleganz bewahrten. Hinter der italienischen Frührenaissancefassade liegen heute ca. 600 m² der schönsten Arbeitsflächen der Stadt – lichte und modulierbare Räume mit spektakulären Aussichten auf Jungfernstieg und Alsterbecken.

 

Der Architekt

Hermann Peter Fersenfeldt (1786-1853) zählte zu den engsten Mitarbeitern des Architekten von Alexis de Chateauneuf, der sich u.a. mit den Alsterarkaden in der Hamburger Architekturgeschichte einen bis heute strahlenden Meilenstein gesetzt hatte. Zusammen mit Chateauneuf entwarf Fersenfeldt auch den Bau der spätere Hauptkirche St. Petri.

 

Sehen und gesehen werden.

Der Jungfernstieg war und ist der erste Stieg der Stadt. Es war in der Vergangenheit der Heiratsmarkt für Jungfrauen, denn hier auf dem festen Untergrund von Hamburgs erster komplett gepflasterter Straße ließ es sich ungeniert flanieren. Während im 18. Jahrhundert alle Ausschau nach der Liebe für Lebens hielten, ist der Jungfernstieg heute ein Boulevard für andere Objekte der Anbetung – er zählt zu den meist frequentiertesten Einkaufsboulevards der Stadt.