Haus am Stieg, Hamburg

Ikone in neuem Glanz

Aus der Asche von Hamburgs Großem Brand erwuchsen diverse Phönixe – darunter das Eckgebäude im Alsterfoyer am Jungfernstieg und den Großen Bleichen. Es zählt zu den wenigen imposanten Nachbrandgebäuden in der Innenstadt, dessen Mietflächen heute für Arbeitsflächen und Einzelhandel modernisiert und restrukturiert werden.

Haus am Stieg Fakten

Name: Haus am Stieg
Projektart: Asset Management
Lage: Große Bleichen 1, 20354 Hamburg
Fläche: 2.000 m²
Nutzung: Büro, Einzelhandel
Fertigstellung: 2019
Verkauf: nicht vorgesehen
Entwurf: Art-Invest und LH Architekten, Hamburg
Ort: Hamburg

HAUS AM STIEG IM DETAIL

Ikone in neuem Glanze

Die bauliche Ikone, entstanden 1842-1844 nach Entwürfen von Peter Hermann Fersenfeldt, bleibt ein raumgreifender Beweis dafür, wie sich die Hanseaten über die Brandkatastrophe hinaus ihren Sinn für Stil und Eleganz bewahrten. Hinter der italienischen Frührenaissancefassade liegen heute ca. 2.262 m² der schönsten Arbeitsflächen der Stadt – lichte und modulierbare Räume mit spektakulären Aussichten auf Jungfernstieg und Alsterbecken.

Der Architekt

Hermann Peter Fersenfeldt (1786-1853) zählte zu den engsten Mitarbeitern des Architekten von Alexis de Chateauneuf, der sich u.a. mit den Alsterarkaden in der Hamburger Architekturgeschichte einen bis heute strahlenden Meilenstein gesetzt hatte. Zusammen mit Chateauneuf entwarf Fersenfeldt auch den Bau der späteren Hauptkirche St. Petri.

Sehen und gesehen werden

Der Jungfernstieg war und ist der erste Stieg der Stadt. Es war in der Vergangenheit der Heiratsmarkt für Jungfrauen, denn hier auf dem festen Untergrund von Hamburgs erster komplett gepflasterter Straße ließ es sich ungeniert flanieren. Während im 18. Jahrhundert alle Ausschau nach der Liebe fürs Leben hielten, ist der Jungfernstieg heute ein Boulevard für andere Objekte der Anbetung – er zählt zu den meist frequentiertesten Einkaufsboulevards der Stadt.